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Neo-Maurische Glasmalerei

Die wieder auflebende Faszination für die islamische Kunst und Kultur von Al-Andalus führte im 19. Jahrhundert zur Entstehung neo-maurischer Bauten in mehreren europäischen Ländern, u.a. in der Schweiz. Glasmalerei stellt dabei ein zentrales Element der als Gesamtkunstwerke angelegten Salons, Pavillons und Schlössern dar. Diese meist abstrakt-ornamentalen Kompositionen finden ihre Inspiration in der islamischen Kunst. Da aber in der islamischen Architektur Al-Andalus’ farbige Gläser nur selten Teil der Architektur waren, stellt sich die Frage nach den Quellen der neo-maurischen Glaskompositionen und nach den Wegen des Transfers. Diese bedingt die Berücksichtigung der Tradition islamischer Glasmalerei, die ebenso wie technische Merkmale der neo-maurischen Glasfenster, die Beziehung der Strömung zum Gothic Revival und die Frage nach einer von den neuzeitlichen Architekten thematisierten Lichtsymbolik Teil der Untersuchung sind.

Die Forschungen werden im Rahmen eines auf vier Jahre angelegten Forschungsprojektes (“Mudéjarismo und maurisches Revival in Europa”) der SNF-Förderprofessur von Prof. Dr. Francine Giese am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich durchgeführt. Für weitere Informationen zu diesem Projekt siehe unter folgender Adresse: http://www.khist.uzh.ch/kol/giese/mudejarismo.html.

Projektbearbeitung am Vitrocentre Romont durch Sarah Keller.

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