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Kunstgeschichtliche Untersuchung der Chorfenster des Berner Münsters

Die spätmittelalterliche Chorverglasung des Berner Münsters gehört trotz grösserer Verluste durch einen Hagelsturm zu den am besten erhaltenen Ensembles im Südwesten des mittelalterlichen Reiches. Sie wurde nach Vorgaben des Corpus Vitrearum Medii Aevi bearbeitet und 1998 publiziert (Corpus Vitrearum Schweiz, Band IV). Aufbauend auf neueren Forschungen und im Lichte aktueller Sichtweisen, Methoden und Fragestellungen der Kunstgeschichte werden die Glasmalereien nun neu betrachtet und analysiert. Die kunsthistorischen Untersuchungen gehen unter anderem folgenden Fragen nach: Welchen Anteil haben Glasmalereien, um die Chöre grosser Kirchen als Bildräume zu gestalten, in denen sich die Liturgie vollzieht? Welche Inhalte und Formen prägen die jeweiligen Verglasungen in Bern und anderswo (Thann, Ulm, Esslingen, Königsfelden etc.)? Zudem widmet sich das Teilprojekt der Besonderheit der Stifterdarstellung in der Chorverglasung des Berner Münsters und Fragen zur Medialität von Glasmalereien des 15. Jahrhunderts: Ist Glasmalerei tatsächlich ein Kommunikationsmedium, wie es die Medientheorie will? Wie steuert die Materialität der Glasmalerei die Aufmerksamkeit des Betrachters. An welche Art von Betrachter richten sich die gläsernen Bilder?

Bearbeitung am Vitrocentre Romont: Brigitte Kurmann-Schwarz.

Das Projekt wird unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds, der Berner Münster Stiftung und der Burgergemeinde Bern.

Weitere Informationen zum Gesamtprojekt sind unter folgender Adresse zu finden: http://www.ikg.unibe.ch/content/forschung/forschungsprojekte/berner_muenster/index_ger.html.


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