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Nachlass der Glasmalereiwerkstatt Röttinger in Zürich

Das Atelier Röttinger wurde 1845 vom Nürnberger Glasmaler Johann Jakob Röttinger in Zürich gegründet und nach seinem Tod 1887 von seinen Söhnen Georg Jakob Röttinger (bis 1913) und Heinrich Röttinger (bis 1948) fortgeführt. Die Bedeutung des Nachlasses liegt in der Menge und Vielfalt der hinterlassenen Dokumente zu Aufträgen in der ganzen Schweiz. Die Dokumentation besteht aus der Korrespondenz mit Auftraggebern und Lieferanten, Rechnungsbüchern, Lohnheften der Arbeiter, Agenden, Kostenvoranschlägen und Verträgen, aber auch aus Musterbüchern und Katalogen, die als Vorlage für die Glasmalereien dienten und aus Fotoalben, Glasplatten (Negative), Kartons, Maquetten, Zeichnungen und Skizzen. Dank dem Material des Nachlasses, der Untersuchung der in situ verbliebenen Glasfenster und der dazu gehörigen Dokumentation konnten alle Aspekte des Entstehungsprozesses eines Glasfensters vom Auftrag bis zur Installation beleuchtet werden: von der Wahl der Vorlagen, den Beziehungen zu Kunden und Lieferanten über die Arbeitsabläufe im Atelier und dessen Werbestrategien bis zur Anwendung innovativer Techniken und neuer Materialien.

Das Forschungsprojekt wurde unterstützt durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und die Denkmalpflegeämter des Kantons und der Stadt Zürich.

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